Chronik


15. März 1954 - ein historischer Tag !


Bald nach dem Zweiten Weltkrieg huldigten immer mehr Einheimische und Gäste dem weißen Sport. Vor allem im Sommer zog es eine große Anzahl von Gästen nach Schoppernau. Der Tourismus florierte. Daher kam es auch häufiger zu Schi- und Bergunfällen. Somit erachteten es die beiden weitsichtigen Männer Georg Metzler und Johann Georg Strolz als eine Notwendigkeit, im Dorf eine Bergrettung ins Leben zu rufen. Das furchtbare Lawinenunglück im Jahre 1954 war dann schlussendlich ausschlaggebend, dass die beiden am 15. März 1954 die Ortsstelle Schoppernau gründeten.

Gleichzeitig wurden aufgenommen:
Anton Albrecht
Wilhelm Felder
Johann Moosbrugger
Peter Moosbrugger (HNr. 260)
Anton Strolz

 

Später stießen dann noch Josef Kohler, Alfred Madlener, Peter Bodner (Zöllner), Eduard Fetz und Peter Moosbrugger (Krone) zur Bergrettung. Georg Metzler hatte als Schi- und Bergführer eine entsprechende Ausbildung. Er war es daher, der mit seinen Kameraden im alten Steinbruch Übungen organisierte. Knotenübungen wurden in der Schule und Abseilübungen an der Fluh in Au gemacht. Die einzige spärliche finanzielle Unterstützung gab es von Seiten der Gemeinde. Der ÖBRD – Ortsstelle Schoppernau – bestand jetzt also offiziell. Nun galt es auch weiterhin, den in Bergnot geratenen Menschen zu helfen und sie zu retten. Mit zunehmendem Fremdenverkehr und Tourismus stieg auch die Zahl der Berg- und Schiunfälle. Und damit auch die Anforderungen an den Bergrettungsdienst. Viele EINSÄTZE mussten in den vergangenen Jahrzehnten getätigt werden. Einsätze im Sommer wie im Winter, bei Tag und in der Nacht, bei Hitze und Kälte, bei Regen und Schnee und hie und da sogar unter Lebensgefahr der eingesetzten Retter.  

 

Um den gestellten Aufgaben gerecht zu werden, opferten die Männer von der Bergrettung viel Freizeit für die Ausbildung, Fortbildung, den Besuch von Fachkursen und vor allem für ÜBUNGEN. Diese Übungen sind von großer Bedeutung. Denn es geht darum, wie im Ernstfall die optimalste Wirkung erzielt werden kann. Wie wichtig den Verantwortlichen der Ortsstelle Schoppernau Übungen sind, geht daraus hervor, dass sie im Jahr ca. 15 Übungen für die Kameraden organisieren. Darüber hinaus ist es Pflicht, dass jede Ortsstelle an den Bezirksübungen teilnimmt. Das Ziel einer Bezirksübung ist es, dass die Zusammenarbeit der einzelnen Ortsstellen und Rettungsorganisationen aufeinander abgestimmt wird. Auch die Ortsstelle Schoppernau hat bereits einige solcher Bezirksübungen organisiert.  

 

Unsere Ortsstellenleiter

 

1954 bis 1957  -  Johann Georg Strolz
1957 bis 1968  -  Georg Metzler
1968 bis 1979  -  Wilfried Stelzhammer
1979 bis 1987  -  Jodok Moosbrugger
1987 bis 2002  -  Dietmar Moosbrugger
2002 bis 2008  -  Herbert Strolz
2008 bis heute -  Edelbert Strolz