07.03.2026 – Übungsskitouren Hoher Ifen und Hählekopf
Bei der diesjährigen Übungsskitour blieben wir in „unserem“ Gebiet. Bei besten Wetter- und Schneebedingungen ging es mit der ersten Bahnfahrt zur Bergstation Diedamskopf.
Die insgesamt 20 Teilnehmer(innen) teilten sich ab dort je zur Hälfte auf die beiden Touren Hählekopf und Hoher Ifen auf.
Der von Michael geführten Gruppe auf den Hählekopf schlossen sich viele unserer jungen Anwärter an. Beim Aufstieg wurde die richtige Spuranlage, Spitzkehrentechnik und nicht zuletzt die für die Gruppe passende Tempowahl geübt. Der Rückweg führte nach der Abfahrt vom Hählekopf über das Neuhornbachjoch zum Neuhornbachhaus.
Manuel als angehender Skiführen begleitete die Tour auf den Hohen Ifen. Technisches Highlight dieser Tour war neben dem fordernden Aufstieg der Abseiler über das 30 Meter hohe Felsband , welcher einen herrlichen Firnhang erschloss. Auch konditionell forderte die relativ lange Wegstrecke, für die insgesamt 4x Auf- und Abfellen angesagt war. Bei der letzten Abfahrt gab uns Manuel noch einen fachkundigen Einblick ins aktuelle Schneeprofil.
Gemeinsamer Abschluss aller Tourteilnehmer war ein „mit der Sonne um die Wette strahlen“ auf der Terrasse beim Neuhornbachhaus bei bester kulinarischer Verpflegung. So soll’s sein
Bericht: Martin Manser
07.02.2026 - Refresher Kurs Lawineneinsatz in Damüls
Refresher bedeutet ins Deutsche übersetzt auch Erfrischung. Und genau diese Erfrischung sollte auch
hie und da in unseren Köpfen passieren, damit wir bei unseren vielen Aufgaben flexibel bleiben.
Besonders im Bereich Lawineneinsatz gibt es immer wieder neue Lehrmeinungen die aufgefrischt
werden müssen. Sechs motivierte Bergretter, Felix, Hans Werner, Sandro, Michael, Kaspar und
Herbert aus unserer Ortsstelle haben einen ganzen Tag neben dem Skigebiet von Damüls spezielle
News getankt.
Am Vormittag standen verschiedene mehr oder weniger wichtige Themen im Bereich Lawine als Info
Stationen bereit. Dabei wurde ein, nicht geliebtes Gerät wieder mal durchgecheckt. Recco sollte
jeder Bergretter gut kennen aber wir lernen auch, daß im Ernstfall nur Spezialisten damit beauftragt
werden. Erste Hilfe nach einem Lawinenabgang ist natürlich Pflicht und diese Station machte speziell
auf den Erhalt von Wärme aufmerksam. Weiters waren noch die Vorbereitung auf den
Lawineneinsatz allgemein und der sehr wichtige LVS Ablauf Themen. Besonders Letzteres wird immer
wieder trainiert um die Einsatzkräfte auf besonders hohem Level zu halten. Vor dem super
Mittagessen in der Alpenblume wurde das Schaufel Förderband auf Zeit demonstriert wobei mehrere
Teilnehmer ihre körperlichen Grenzen berührten.
Einen Lawinenabgang halbwegs echt zu trainieren ist schwierig und die Vorbereitungen dazu
großartig. Die Kursleitung hat am Nachmittag zu einem gestellten, recht großflächigen
Lawinenabgang geladen. Dabei wurden die 50 Teilnehmer auf die Probe gestellt und die haben zum
großen Teil abgeliefert. Die sieben Verschütteten wurden mit großem Einsatz geborgen und die
Übungsleiter waren sichtlich zufrieden. Natürlich mit dem Input sich weiter zu bilden und das Thema
in den Ortsstellen auf hohem Niveau zu halten.
Wir müssen in allen alpinen Regionen top ausgebildet sein, wenn der b7 Ruf auf dem Pager Ruf steht.
Das ist auch der Grund das solche Weiterbildungen angeboten werden. In unserer sehr
Ausbildungsorientierten Ortstelle sind dankenswerter Weise wieder mal etliche Bergretter auf
neuestem Stand.
Herbert Strolz
02.02.2026 - Schule HS AU Infotag Piste, Lawine
Die Aufgabe als Bergrettung besteht darin, allen, ohne Ansehen der Art oder des Verschuldens der
Notlage, Verunglückten, Vermissten oder sonst in Not geratenen Menschen im unwegsamen
Gelände zu helfen, sie zu suchen, zu versorgen und zu bergen. Darüber hinaus ist es die Pflicht,
Unfällen aktiv vorzubeugen, sei es durch Information oder Ausbildung.
Für die Hauptschule in Au haben wir auf Anfrage bei der Bergstation Diedams einen Parkur
aufgebaut. Judith, Thomas, Lena, Silvia und Herbert haben den Schülern die Themen Piste und
Lawine vorgestellt und mit coolen Übungen umrahmt. Bei einem Pistenunfall stehen zu bleiben und
mit zu helfen haben wir zum Thema gemacht. Für die Pistenretter ist es sehr angenehm wenn wir
von Zuschauern auch unterstützt werden.
Auch bei einem Lawinenunfall die ersten Schritte wie telefonieren, schauen, absperren usw. kann
sehr nützlich sein. Mit Hilfe von dem Lawinenhundeteam ………………………………………… aus Au konnten
wir den jungen Teilnehmern auf unserem Lawinenfeld diese spezielle Arbeit vorstellen. Zum
Abschluss eine Runde sondieren war richtig spassig und für etliche großes Staunen was da alles, sich
wie anfühlt.
Mit einem kleinen Geschenk an die Kinder und dem Werbe Verweis auf unsere Jugendbergrettung
endet ein cooler Info Nachmittag.
Herbert Strolz
17.01.2026 - Übung Lawineneinsatz
Beim Thema Lawineneinsatz ist unsere Bergrettung wegen der vielen Ausrückungen der letzten 20
Jahre sehr gefordert. Bei jedem dieser, oft tragischen Einsätzen konnten wir uns nebenbei auch
weiterbilden und den sehr guten Rettungsstandart halten. Stehen bleiben geht nicht, darum gilt es
immer wieder diese Spezialdisziplin zu üben. Thomas und Herbert haben mit Pagerruf die
BergretterInnen zu einem spektakulären Szenario geladen.
Besonders der b7 Lawinen Ruf braucht eine gute Vorbereitung schon zu Hause, einen schnellen
Abgang und ein Ankommen am Einsatzort. Den Faktor Zeit im Auge soll sich jeder Bergretter mit
kompletter Ausrüstung vorbei an der Schleuse in Richtung Einsatz bewegen. Ziel muss sein, gut
ausgerüstet möglichst schnell am Einsatzort mit ersten, bekannten Maßnahmen zu starten.
Ein großes Danke gilt unseren Freunden von der Feuerwehr die uns bei größeren Einsätzen immer
wieder unterstützen. Bei dieser Übung haben Mario und Kilian die Schleuse bearbeitet und Johannes
hat mit seinem LKW mit Kran (Fa. Felder Danke) einen Hubschrauber simuliert. So kann es auch in
Echt abgehen, wenn wir schnell ins Gelände müssen um Hilfe unter abgegangenen Schneemassen
abzuarbeiten. Dazu hat Daniel als Flugretter unserer Ortsstelle die nötigen Heli Infos möglichst Detail
getreu mittels Kranhacken bei Landung und Abflug simuliert.
Nicht genug wurden auch noch eine LVS Station von Michael Beer und ein Sonden Gelände von
Michael Fetz vorbereitet. Zwischendurch hat unser Quad mit den verschiedenen Anhängearten im
Schlepptau von den Teilnehmern gutes Stehvermögen abverlangt.
Immer wieder werden dieses Jahr auch die neuen Funkgeräte ausprobiert. Thomas war am Ende der
Übung nicht nur mit den Sprüchen aus dem digitalen Organ sondern von der sehr großen
Übungsbeteiligung und der teils perfekten Handhabung zum Thema Lawineneinsatz sehr erfreut.
Nicht nur aus diesem Grund ist die Schlussbesprechung im Schrannenhof für etliche, doch etwas in
die Länge geraten.
Herbert Strolz